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Moira Zoitl [Videonale.16]

*1968, in Salzburg AUT, lebt und arbeitet in Berlin GER
Studium an der Hochschule Mozarteum Salzburg AUT, der Universität für angewandte Kunst Wien AUT und der Universität der Künste Berlin GER

Ausstellungen [Auswahl]:

2016 New Graz - Erzählungen aus der Ankunftsstadt, Steirischer Herbst 2016, <rotor> Zentrum für
         zeitgenössische Kunst, Graz AUT

2015 Künstlerresidenz, Goethe-Institut, Mumbai IND
         Performing inEXCHANGE, Videoprogramm, KW Institute for Contemporary Art, Berlin GER
         WUNSCHBILDER gestern. heute. morgen., Salzburg Museum AUT

 

 

 

Moira Zoitl [Videonale.16] x

Außer Sichtweite - ganz nah, 2015, 20:00 Min., Farbe, Ton [Videonale.16]

Eine Stadt inmitten einer malerischen Berglandschaft: Salzburg im Jahre 1825. Das detailreiche Stadtpanorama von Johann Michael Sattler (1786-1847) lässt die Betrachter*innen in das Österreich des 19. Jahrhunderts eintauchen. In der Arbeit Außer Sichtweite – ganz nah der österreichischen Installations- und Videokünstlerin Moira Zoitl werden Verkäufer*innen der Zeitung »Apropos« als Teil dieses Gemäldes inszeniert. Während die Personen unterschiedlicher Herkunft möglichst regungslos vor dem Werk stehen, hören wir ihre Stimmen als Voice-Over über ihre Erfahrungen mit und ihre Vorstellungen von Arbeit sprechen. Sie berichten vom Verlust der Arbeitsstelle, vom Leben als Wirtschaftsflüchtling oder von der gesellschaftlichen Stellung der Straßenzeitungsverkäufer*innen. Die Protagonist*innen werden jeweils einmal in Kleidung aus der Zeit Sattlers und einmal in zeitgenössischer Alltagskleidung gezeigt. Dabei entstehen verschiedene Porträts vor dem Hintergrund der österreichischen Landschaft. Die Verbindung der einzelnen Erzählungen und Personen, die gemeinsame Tätigkeit für »Apropos«, wird am Ende des Films in Form eines Tableau Vivants visualisiert.

Es scheint ein Spiel mit Gegensätzen zu sein: Vergangenheit und Gegenwart, das statische Medium der Malerei und das Bewegtbild, Kostüme des 19. Jahrhunderts und die zeitgenössische Arbeitskleidung. Diese Gegensätzlichkeit führt der Titel der Arbeit fort: Außer Sichtweite – ganz nah. Manche Dinge und manche Menschen scheinen außer Sichtweite, abseits der Bevölkerung, und sind dennoch ganz nah. Das Arbeiten wird zu einer überzeitlichen Thematik und ob Straßenzeitungsverkäufer*innen oder berühmte Maler*innen, am Ende scheint eines entscheidend: »Ich fühle mich glücklich und das ist wohl das Wichtigste im Leben.« (Lara Legeland)

Moira Zoitl [ Videonale.16 ]