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Richard Turner Walker [Videonale.11]

*1977, lebt in London GBR
Studium am Goldsmiths College GBR, an der Staffordshire University GBR und an der Bath Spa University College GBR

Ausstellungen [Auswahl]:

2012 Loop Art Fair, Solo Presentation with Christopher Grimes Gallery, Barcelona ESP

2011 a nice view, Galleri Image, Aarhus DK [S]

         Big Picture, K21, Dusseldorf GER

         The Art of Pop Video, Museum für Angewandte Kunst (Museum of Applied Art), Cologne GER

         Christopher Grimes Gallery, Los Angeles USA [S]

2010 Franklin Art Works, Minneapolis, MN USA [S]

         attempting to define the parameters of wanting, part of Transplanted, San Francisco Arts Commission,            San Francisco, USA [S]

         Christopher Grimes Gallery, Los Angeles USA [S]

2008 I want to want you like i wanted to want you, David Cunningham Projects, San Francisco USA [S]

2006 I‘ll be lost when I find you, Galeria Dels Angels, Barcelona ESP [S]

 

Richard Turner Walker [Videonale.11] x

succesive inconceivable events, 2005, 5:59 min, Ton, Farbe [Videonale.11]

In Successive Inconceivable Events unternimmt Richard Turner Walker den Versuch, einen unmittelbaren Dialog mit der Natur aufzunehmen. Zunächst begegnen uns verschiedene Landschaften, Wälder und Berge, die dem Video mit ihrer einsamen, ruhigen, aber auch kühlen Ausstrahlung eine gemäldeartige Impression geben. Dann tritt der Künstler selbst auf die Szenerie. Aus einem CD-Player, den er auf einem Baumstamm positioniert, erklingt sanft akustische Gitarrenmusik. Der Performer lässt sich - dem Betrachter den Rücken zugewandt - in der Landschaft nieder und beginnt, als die Musik verklingt, ein intimes Gespräch mit der Natur. Darin artikuliert er sein Gefühl einer unnahbaren Distanz und fehlenden Anerkennung seiner eigenen Präsenz durch die Natur, die ihm in ihrer überwältigenden Schönheit, doch zugleich auch mit einer rauen Kälte begegnet. Er verspürt dabei nicht nur einen Mangel an Wärme und Behaglichkeit, sondern letztlich das Fehlen einer jedweden Verbindung überhaupt. Er bewundert die Natur wie eine ferne Geliebte, gleichwohl fühlt er sich von ihr isoliert, ja sogar entfremdet. Richard Turner Walkers Arbeit steht in einer langen Tradition der Naturdialoge und reflektiert die Unmöglichkeit des Menschen, die Natur zu kennen, da sie sich gleichsam seiner Erkenntnis entzieht.

Corina Charalambous

Courtesy of the artist, Christopher Grimes Gallery and Angels Barcelona

Richard Turner Walker [ Videonale.11 ]