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Kathrin Maria Wolkowicz [Videonale.11]

*1981, in Berlin GER, lebt in Rotterdam NED
Studium am Piet Zwart Institute Rotterdam, Willem de Kooning Academie, Rotterdam NED, an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig GER, an der Academy of Art and Design Breslau POL und an der Kunstakademie Münster GER

Ausstellungen [Auswahl]:

2012 Fragile, Atelier Tarwewijk, Rotterdam NED

         Travaux en cours / en cours de travaux, Musée d'Art Moderne de Saint-Étienne Métropole, Saint-Priest-  
         en-Jarez FRA

         The Carousell Collection, San Seriffe, Amsterdam NED

2011 All Along the Watchtower, Duende Studios, Rotterdam NED cat

         10 jaar SYB, P/////AKT, Amsterdam NED

         An Exchange with Sol LeWitt, Mass MoCA, North Adams USA

2010 Milano Mon Amour, Weissfaktor, Berlin GER [S]

         Irrgarten, Kunsthandel Schlächter, Münster GER

         Tapetenwechsel, Kunst- und Kulturverein Drensteinfurt GER

2009 Voorbij die warme zomer, Kunsthuis SYB, Beetsterzwaag NED [S]

 

Kathrin Maria Wolkowicz [Videonale.11] x

zwischen rosen, 2006, 3:04 min., Ton, Farbe [Videonale.11]

Zwei junge Männer führen in einer Turnhalle Übungseinheiten der modernen japanischen Kampfsportkunst Aikido aus. Dazu erklingt eine melancholische Frauenstimme, die ein polnisches Kinderlied über einen König, eine Königin und ihren Pagen singt, deren Liebe zueinander in einem grausamen Schicksal mündet.

Bild und Ton stehen für den Rezipienten des Videos zwischen rosen zunächst in keinem direkten Bezug zueinander. Doch durch die Art der Aufbereitung des Materials verknüpft Kathrin Maria Wolkowicz in ihrer Arbeit die visuelle Ebene mit der akustischen: Einerseits untermalt der ruhige, tragende Gesang die fließenden und ausladenden Bewegungsabläufe der konzentrierten Kämpfer. Andererseits entspricht die Dramaturgie der aneinander gefügten, teilweise rückwärts abgespielten und durch Schwarzblenden unterbrochenen Bildsequenzen der Narration des Liedtextes. Durch dieses Wechselspiel wird der gemeinsame inhaltliche Aspekt beider Ebenen offenbart: die inszenierte Gewalt. Diese wird letztlich durch die Überbetonung der tänzerisch anmutenden Bewegungen des Aikido sowie der Pointe am Ende des Kinderliedes verharmlost und entkräftet. Der Betrachter wird damit zum amüsierten Konsumieren verführt.

Julia Kürten

Kathrin Maria Wolkowicz [ Videonale.11 ]