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Gernot Wieland [Videonale.14]

*1968, in Horn AUT, lebt und arbeitet in Berlin GER
Studium an der Akademie der Bildenden Künste Wien AUT, und an der Hochschule der Künste, Berlin GER

Ausstellungen [Auswahl]:

2012 I follow memories, Image Movement, Berlin GER 

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         An exhibition of a Study on Knowledge, Forum Stadtpark, Graz AUT

         HOTAVANTGARDEHOTHOT, Oslo10, Basel SUI

2011 Il pensiero autobiografico, Kaleidoscope Space, Milan ITA 

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         Video_Dumbo, an exhibition of contemporary video art, New York USA

         Wonders of progress, TIFF – Toronto International Film Festival, Toronto CAN

         Notre vallée, Musée du chateau des ducs de Wurtemberg, Montbéliard FRA 

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         On three legs, smallroomevents, Berlin GER 

[S] 

2010 Liverpool Biennale, Liverpool GER

2009 Portrait of Karl Marx as a young god, ABC_ DEF, Art Berlin Contemporary, Akademie der Künste, Berlin,         GER 

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Gernot Wieland [Videonale.14] x

Things that leave me sleepless, 2012, 20:46 min., Ton, Farbe [Videonale.14]

Das Video handelt von der Geschichte der US-amerikanischen (Ess)kultur, Religiosität, einer besten Freundschaft und der Produktionsstätte von Helden. Nach Art gegenwärtiger Lecture Performances stellt Gernot Wieland mit seinem Video „Things that leave me sleepless“ teils fiktive und teils erlebte Ereignisse und Erfahrungen mit der amerikanischen und österreichischen Lebenswelt vor. Der Redner sitzt an einem Pult auf dem sich ein Mikrofon, ein Glas Wasser und ein Laptop befinden. Im Hintergrund zeigt er eine Powerpoint-Präsentation mit Bildern, die seine in Englisch gehaltene Rede illustrieren. In der Präsentation werden Personen, Skizzen Wielands und bunte Wolken einer Geburtstagseinladung gezeigt. Die zwei Hauptstränge seiner Erzählung bilden der Schüleraustausch in die USA und die Freundschaft zu seinem besten Freund Christian; diese werden verknüpft mit wissenschaftlichen Ansätzen der Psychoanalyse (Freud, Lacan), der Kunstgeschichte und -theorie (White Cube, Tatlin) und kulturhistorischen Topoi (Mythos Amerika). Diese Mischung von persönlich-biographischen Erlebnissen mit wissenschaftlich verbrämtem Allgemeinwissen erzeugt eine amüsante Gegenüberstellung von kulturellen Stereotypen und dem Sprachduktus einer Wissenschaftlichkeit, die hier das Thema modernen Heldentums in den USA als inhaltlichen Fokus setzt. Ob es sich um eine Persiflage des heute oftmals theorielastigen Künstlerdaseins handelt oder um eine poetisch-performative Kunstdarbietung, bleibt offen.

Sabine Halver

Gernot Wieland [ Videonale.14 ]