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Martin Skauen [Videonale.14]

*1975, in Fredrikstad NOR, lebt in Berlin, GER
Studium an der Mølla Artschool, Moss NOR und an der National Academy of Fine Arts, Oslo NOR

Ausstellungen [Auswahl]:

2012 Art Statements, Slideshow Johnny, Laura Bartlett Gallery, Art, Basel SUI [S]

         The Blind Spot, Laura Barlett Gallery, London GBR [S] 

2011 Mona, Museum of Old and New Art, Tazmania AUS 

2010 The Stenersen Museum, Norwegian Surrealism 1930-2010, Oslo NOR

2009 3rd Moscow Biennal, Against Exclusion, Moscow RUS

         Nicodim Gallery, Servants Swept the Sand Smooth, Los Angeles USA [S] 

2008 Astrup Fearnley Museum, Light On Norwegian Contemporary Art, Oslo NOR 

         Kunstlerhaus Bethanien, Berlin, GER [S] 

2007 1st Athens Biennial, Destroy Athens, Athens GRE

 

Martin Skauen [Videonale.14] x

Slideshow Johnny, 2012, 18 min., Ton, Farbe [Videonale.14]

In seinem Video inszeniert Martin Skauen das Leben und kreative Wirken des fiktiven Künstlers Johnny. In sechs aufeinanderfolgenden Episoden tritt ein etwas ungepflegt wirkender junger Mann auf, der mittels unterschiedlicher Darstellungsweisen – einer Diashow, einem Bühnenauftritt, einer philosophischen Schreibepisode auf einer Toilette oder auch einer pseudo-wissenschaftlichen Versuchsanordnung – seine skurrilen Werke zur Aufführung bringt. Bilder und Worte werden in ungewöhnliche Zusammenhänge gesetzt und die Wahrnehmung und Reaktion des Publikums damit auf eindringliche Art und Weise verändert. Durch die an eine Sitcom erinnernde, eingespielte Lachkonserve wird der Betrachter Teil des fiktiven Publikums und auf diese Weise animiert, sich in das Geschehen zu involvieren. Mit dem weiteren Fortschreiten der Episoden wird der Betrachter Zeuge einer allmählichen Wandlung der Beziehung zwischen Publikum und Künstler. Mittels Montage von Fremdaufnahmen steigert sich die Ausgangssituation von einem Auftritt im kleinen Rahmen zum esoterischen Großspektakel mit schon fast euphorisch verehrenden Zuschauermassen. Der Inhalt und die Bezugspunkte des Videos greifen gängige Trends und Medienerscheinungen unserer Zeit auf und regen zur Reflexion über unseren heutigen Umgang mit den Medien an. Die Unbeständigkeit der menschlichen Jovialität und die Unberechenbarkeit einer Logik der Massen wird den mal hilflosen, mal größenwahnsinnigen Versuchen einer Künstlerpersönlichkeit gegenübergestellt, um den Massengeschmack zu befriedigen.

Jacqueline Knöll

Martin Skauen [ Videonale.14 ]