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Lina Selander [Videonale.14]

*1973, in Stockholm SWE, lebt und arbeitet in Stockholm SWE
Studium an der University of Gothenburg SWE, Royal Institute of Art, Stockholm SWE und der Valand School of Fine Arts, Gothenburg SWE

Ausstellungen [Auswahl]:

2012 Selected work 2007-2011, Skanes Konstförening, Malmö, SWE [S]

         Anteroom of the Real, Subjective Projections, Bielefelder Kunstverein, GER [S]

         Sinopale Biennale for Contemporary Art. Wisdom of Shadow: Art in the Era of Corrupted Information.    

         Sinop TUR

         Manifesta 9, The European Biennial of Contemporary Art. The Deep of the Modern, Gent BEL

         La Zona, Neue Gesellschaft für Bildende Kunst, Berlin GER

2011 Lenin’s Lamp Glows In the Peasant’s Hut, Index – The Swedsish Contemporary Art Foundation,
         Stockholm SWE [S]

         Light Box, Centre Georges Pompidou, Paris FRA [S]

2010 Around the Cave of the Double Tombs, Vita Kuben, Umea SWE [S]

2008 When the Sun Sets It’s All Red, Then It Disappears, Nordin Gallery, Stockholm SWE [S]

         Les Rencontres Internationales, Centre Pompidou, Paris FRA

 

Lina Selander [Videonale.14] x

Anteroom of the Real, 2012, 14 min., ohne Ton, Farbe [Videonale.14]

In „Anteroom of the Real“ erzählt Lina Selander anhand von Fotografien eine chronologisch rückwärts laufende Geschichte. Die Bilder liegen geordnet auf einem Stapel, mittig auf einem schwarzen Untergrund, der sie wie ein Passepartout rahmt. Nach wenigen Sekunden wird jeweils das oberste Bild von einer weiblichen Hand weggezogen und das nächste kommt zum Vorschein. Lina Selander nimmt den Betrachter an der „Hand“ und führt ihn durch eine Abfolge von Fotografien hin zum Ausgangspunkt der Erzählung. Nach und nach wird der Betrachter mit der Katastrophe des Chernobyl Atomkraftwerks und deren Auswirkungen konfrontiert. Zunächst sieht er Bilder der verlassenen und heruntergekommenen Stadt Prypjat: Lange Kamerafahrten durch die leeren Räume einer Schule oder einer Fabrik verweisen auf die Zerstörung der Lebensräume. Die Abfolge der Fotografien läuft mit Spannung auf das letzte Bild des Filmes hinaus, welches eine menschliche Hand am Schalter des Atomkraftwerks und somit den Moment visualisiert, der zu der folgenreichen Katastrophe am 26. April 1986 führte. Der Film besticht durch die Abwesenheit von Ton und die unbewegten Bilder. Der Fokus liegt so gänzlich auf den gezeigten Fotografien und den ihnen immanenten Geschichten.

Daniela Pöstinger

Lina Selander [ Videonale.14 ]