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Frances Scholz [Videonale.8 & 14]

*1962, in Washington D.C. USA, lebt und arbeitet in Köln GER
Studium an der Hochschule der Künste in Berlin GER

Ausstellungen [Auswahl]:

2013 body text, Galerie oqbo, Berlin GER 9th International Festival of Digital Arts & New Media, Athens Video
         Art Festival, Athen GRE

2012 1st Tblisi Triennale: Offside Effect, Tblisi GEO

         Frances Scholz, Episodes of Starlite I-V, Screening, Premiere of Starlite V, Filmforum Museum Ludwig, 

         Cologne GER [S]

         Chinatown: the sequel, China City screening, ltd Los Angeles, Los Angeles USA

2010-12 Episodes of Starlite I, II, III & IV, as part of the Cosima von Bonin Exhibition Loop #1, 

         Witte de With, Rotterdam, NED, Loop #2, Arnolfini, Bristol, GBR, Loop #3 Mamco, Geneva SUI and 

         Loop #4, Museum Ludwig Cologne GER 

2011 Dystopia, CAPC Museum, Bordeaux FRA

         Frances Scholz/Mark von Schlegell, Filmscreening, Chisenhale Gallery, London GBR [S]

2010 Frances Scholz, China City, Babylon Kino, Berlin GER [S]

         Frances Scholz/ Filmscreening, China City, Image Movement/Sprüth Magers, Berlin GER [S]

2008 Frances Scholz, Filmscreening, My dinner with Merlin, Greene Naftali, New York USA [S]

 

Frances Scholz [Videonale.8] x

Wir kennen uns übrigens, 1998, 4 Min. [Videonale.8]

 

Frances Scholz [Videonale.14] x

Episodes of Starlite I-V, 2011-12, 50 min., Ton, Farbe [Episode the Fifth "Manse of Manor Tril"] [Videonale.14]

Projektionen auf einem nackten Frauenkörper und unbefleckte Landschaften dienen als Folie für den Kampf der Geschlechter. Der Film „Episodes of Starlite I-V“ (2011-2012) der Künstlerin und Filmemacherin Frances Scholz beruht auf einer Fantasy-Geschichte des amerikanischen Science-Fiction Autors Mark von Schlegell. In fünf Episoden setzt der Film die Vorstellung einer weiblichen Monarchie um, die von männlichen Kontrahenten bedroht wird. Schauplatz der Geschichte ist ein fiktiver Kontinent, der die Form des Körpers einer weiblichen Göttin besitzt. Der nackte Frauenkörper tritt wiederholt als Inspiration aus den verschiedenen Zonen der übereinander gelagerten Projektionen hervor. Die Episoden inszenieren die Grenzen der Schöpfung eines Mythos, indem verschiedene Elemente wie musikalische Performance, Schauspiel und Licht zusammengeführt und dokumentiert werden. Die Geschichte zeigt in unregelmäßigen Sequenzen Ausschnitte des Making-of eines mythisch imaginierten Films, während Versatzstücke der ursprünglichen Geschichte aus dem Off erklingen. Die Archetypen des Fantasy-Genres werden modifiziert, indem sie aus dem Blickwinkel der Kunst und des weiblichen Geschlechts beleuchtet werden. Der abstrakte Film versucht eine eigene Ikonologie des Geschlechts abseits der kunsthistorisch tradierten Rollen zu entfalten. Er verfolgt die Absicht, diese umzukehren, sie „als eine Fantasie puren Lichts, reiner Filmkunst und Malerei“ (Frances Scholz) darzustellen, frei von Geschlechterkonstruktionen und Idealbildern.

Veronika Kornas und Sabine Schiffer

Frances Scholz [ Videonale.8 & 14 ]