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Reynold Reynolds [Videonale.13]

*1966, in Alaska USA, lebt und arbeitet in New York USA und Berlin GER
Studium an der University of Colorado, Boulder USA und der School of Visual Arts, New York USA

2014 Reynold Reynolds: Six or Seven Pieces, Kunstpalais Erlangen GER [S] 

         Home Sweet Home, À propos de l’inquiétude, Dazibao, Montreal CAN 

         Reynold Reynolds: The Lost, MUAC Mexico City MEX [S] 

2013 VII Tashkent Biennale of Contemporary Art, ‘Different Cultures – One World’, Tashkent, UZB 

         Super 8, Museum of Modern Art, Rio de Janeiro BRA 

         Reynold Reynolds: The Lost, West, The Hague NED [S] 

2012 Reynold Reynolds Solo Show, Videotage, Hong Kong CHN [S] 

         Based on a true story, Salvador Allende Museum of Contemporary Art, Santiago CHL 

         9 + 1 Ways of Being Political, MoMA, New York USA 

2011 The collaborations of Reynold Reynolds & Christoph Draeger, Lokal_30, Warsaw POL [S]

 

Reynold Reynolds [Videonale.13] x

Six Easy Pieces, 2010, 7 Min., Ton, Farbe [Videonale.13]

Zeit ist ein kaum zu begreifendes Phänomen, das leise durch unsere Finger rinnt. Wir müssen unserer Existenz ein rhythmisches Raster überstülpen – das Ticken einer Uhr, der Beat der Musik, das Geräusch von Maschinen –, weil nur dieses Raster uns erlaubt, den Puls der Zeit zu fühlen. Für seine künstlerische Untersuchung der Zeit nutzt Reynolds Reynolds das Buch des berühmten Physikers Richard P. Feynman „Sechs Fingerübungen: Grundlagen der Physik erklärt von ihrem brillantesten Lehrer“ als wissenschaftliche Basis. Dabei stellt er die Metaphorik wissenschaftlicher Untersuchungen, verschiedene Messinstrumente und chemische Gerätschaften neben organische Dinge wie Fische, Blumen und den menschlichen Körper, deren Lebenspanne, trotz wissenschaftlicher Errungenschaften, zeitlich begrenzt ist. Sein Video ist voller Bilder mit traditionellen Memento-mori-Symbolen: Spiegel, die die vergängliche Natur der Schönheit andeuten, Bücher, die für die Eitelkeit des Wissens stehen, und ein Roulette, das uns an die unvorhersehbare Natur von Leben und Tod erinnert. Reynolds, selbst früher Physiker, kombiniert diese Metaphorik von Verwandlung und Verfall, um den Betrachter zum Nachdenken über die Zeit anzuregen. Außerdem zeigt er, dass Künstler und Physiker oft Komplizen sind in ihrer Art, die Welt zu deuten.

Olena Chervonik

Reynold Reynolds [ Videonale.13 ]