Der Aufbau des Videoarchivs wurde unterstützt vom

Kontakt

Videonale e.V. Tel. +49 (0)228 77 62 21
im Kunstmuseum Bonn Tel. +49 (0)228 69 28 18
Friedrich-Ebert-Allee 2 Fax +49 (0)228 90 85 817
53113 Bonn  

Michael Robinson [Videonale.16]

*1981, in Plattsburgh USA, lebt und arbeitet in Los Angeles USA und West Danby USA
Studium am Ithaca College USA und an der University of Illinois in Chicago USA

Ausstellungen [Auswahl]:

2016 Mad Ladders, Carrie Secrist Gallery, Chicago USA [S]
         London BFI Film Festival: Experimenta GBR
         International Film Festival Rotterdam NED
2015 New York Film Festival: Projections / Views from the Avant-Garde, USA
         Apokalypse & Exil / Struktur & Stimmung, Austrian Film Museum, Wien AUS [S]

         Michael Robinson: The Dark Krystle, City Gallery Wellington New Zealand [S] NZL

 

Michael Robinson [Videonale.16] x

Mad Ladders, 2016, 09:45 [Ausschnitt 2:21] Min., Farbe, Ton [Videonale.16]

Mystische Hintergrundsounds und ein dichter Wolkenhimmel – so fängt der Kurzfilm Mad Ladders des Künstlers Michael Robinson an. Der Künstler beschreibt das Werk selbst als »die Visionen eines modernen Propheten« (a modern prophet’s vision).

Das visuelle Material stammt von Performances der ›American Music Awards‹ aus den 1980er und 1990er Jahren. Die Sequenzen werden jedoch vom Künstler so stark verzerrt, dass die Personen nur schemenhaft und die geometrischen Formen der Bühnenelemente als abstrakte Muster erscheinen. Als Gliederung der Erzählung treten abwechselnd Schwarzfilm und Aufnahmen eines dichten Wolkenhimmels auf. Der einfache, aber dynamische 8-Bit Soundtrack entwickelt dabei geradezu eine hypnotische Wirkung. Zusammen mit der Erzählung im Voice-Over kreiert Robinson hier eine Arbeit im Gleichgewicht zwischen Zerstörung und Veränderung, welche die Zuschauenden in eine Traumwelt sinken lässt. Die Erzählung spricht von Freude und Schönheit, aber auch von Zerstörung und Angst. Dass sich in diesem Werk das Erleben von Gefahr und Vergnügen abwechseln, wundert nicht, denn Robinsons Gesamtwerk orientiert sich an Themen wie Veränderung, Umwandlung und Umformung. Robinson schafft es hier, durch sich abwechselnde bewegte Sequenzen, stechende Farben und belebende Klänge die Zuschauenden in den Bann zu ziehen und eine neue Realitätsebene aufzuzeigen. Das Thema der Veränderung wird im Werk erforscht, ohne als negativ oder positiv bezeichnet zu werden. Transformation wird eher als ein Weg angesehen, auf dem man zur Wahrheit gelangen kann.

Natalia Cena Wernicke

Die vollständige Arbeit kann bei dem Künstler angefragt werden.

Michael Robinson [ Videonale.16 ]