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Judith Raum [Videonale.10]

*1977, in Werneck GER, lebt und arbeitet in Berlin GER
Studium an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste – Städelschule, Frankfurt/Main GER, an der Cooper Union School of Arts, New York USA, an der Parsons School of Design, New York USA und an der Goethe-Universität Frankfurt am Main GER
seit 2006 mehrere Lehraufträge an der Universität der Freien Künste Berlin GER

Ausstellungen [Auswahl]:

2014 eser, Heidelberger Kunstverein, Heidelberg GER [S] 

2013 disestablish, Kunstraum Michael Barthel, Leipzig GER [S] 

        Why painting now? Galerie Charim, Wien AUT 

2012 Disponible Teile, Gallery Chert, Berlin GER [S] 

        L'Inspecteur des Cultures, Kunstverein Langenhagen GER [S] 

2011 even running, The Return, Goethe-Institut Dublin IRL [S] 

        harmless entrepreneurs, uqbar, Berlin GER [S] 

        alternative readings, Villa Romana, Florenz ITA 

2010 The Baghdad Railway and a weaver's give-away (performance-lecture), DEPO, Istanbul TUR [S] 

        abstract derive, Ludlow 38, New York USA 

2009 Internal Necessity, Paul Klee Zentrum Bern SUI 

2008 Judith Raum/Contemporary Arts Library Services, Frankfurter Kunstverein, Frankfurt/M GER [S]

 

Judith Raum [Videonale.10] x

Unlike the worm in the apple (Stan Brackhage revisited), 2005, 10:40 Min, Farbe, Ton [Videonale.10]

Die Videoprojektion geht in ihrer Erzählstruktur zurück auf einen Film von Stan Brackhage, der mit der Kamera den Weg eines Wurms im Inneren eines Apfels nachzeichnet. Aus der Sicht des Wurms erlebt der Betrachter das Gefühl des Geborgenseins, aber auch des Ausgegrenztseins gegenüber der übrigen Welt. Durch die raumgreifende Projektion von Bildern und Klang versucht Judith Raum den Betrachter in eine vergleichbare Situation zu versetzen: Undurchdringliches Unterholz, schmale Wege, dichte Fichtenwälder, Streifzüge durch Wiesenhalme sowie Unterwasseraufnahmen bieten Assoziationen zum Vorwärtsstreben des Wurms auf unbekanntem, unvorhersehbarem Weg. In anderen Sequenzen verweist ein auf Wand und Bettpfosten beschränkter Blick in ein Zimmer auf den Lebensraum eines von der Außenwelt abgekapselten Individuums. Die Weite der Welt beschreibt Judith Raum - formal abgestimmt - durch das Treiben von Wolken und Eisschollen, durch Auf- und Untergänge von Sonne und Mond. Sie vergleicht die Spuren im Schlamm und im Schnee. Die reduzierte Bilderfolge des Videos lässt die Geräusche von Wasser, Wind oder das Knacken von Geäst deutlich hervortreten und intensiviert das visuelle Erlebnis. 

Elisabeth Wynhoff

Judith Raum [ Videonale.10 ]