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Gonzalo H. Rodriguez [Videonale.13]

*1981, in Lima PER, lebt und arbeitet in Köln GER
Studium an der Universidad Católica de Quito ECU, an der Universidad San Francisco de Quito ECU und an der Kunsthochschule für Medien Köln GER

Ausstellungen [Auswahl]:

2013 Reykjavik Shorts and Docs Festival, Reykjavik ISL 

         Un espace / La Marbrerie, Montreuil FRA 

2012 Guanajuato International Film Festival MEX Donnerhall / die Grosse Kunstausstellung NRW, Kunstpalast
        Düsseldorf GER 

2011 Hafenlichtspiele, Medienhafen Düsseldorf GER 

         Video Re:View Festival, BWA Contemporary Art Gallery, Katowice POL 

2010 Höhepunkte der KunstFilmBiennale, KW Institue for Contemporary Art, Berlin GER 

         Contemporary Art Ruhr, Forum & Media Art Fair, Kokerei Zollverin, Essen GER 

         Festival Internationale de Cinema Visions du Reel, Nyon SUI 

         Tamere Film Festival FIN

 

Gonzalo H. Rodriguez [Videonale.13] x

Rebeca, 2009, 24 min., Ton, Farbe [Videonale.13]

Wie nähern wir uns Geschehnissen an, die sich unserem Verstand entziehen? Gonzalo Rodriguez umkreist diese Frage in seinem experimentellen Kurzfilm „Rebeca“, in dem er versucht, den Tod seiner Großmutter, die 1993 beim Überqueren einer Schnellstraße starb, nachzuvollziehen. Seine Suche führt in zurück nach Lima in Peru, den Ort des Geschehens. Über verschiedene Gespräche mit Rebecas Kindern und ihrem Ehemann will Rodriguez sich ein Bild von seiner Großmutter und ihren Motiven machen. Aber wie jede Form der Erinnerung bleiben auch diese Befragungen unbefriedigend bruchstückhaft und subjektiv. In losen Assoziationen reihen sich Bilder und Erzählungen aneinander, ohne ein geschlossenes oder gar wahrhaftiges Bild liefern zu können. Ein Manko, das Rodriguez jedoch nicht zu verbergen sucht, sondern vielmehr durch den Einsatz von Montagetechniken und Bildcollagen verstärkt. Die Frage nach der Macht und Ohnmacht von Bild und Wort und ihrem Zusammenwirken in der filmischen Erzählung ergibt eine zweite Folie, vor deren Hintergrund Rodriguez seine autobiografische Dokumentation entwickelt, die er schließlich in dem Bewusstsein enden lässt, dass jede Erzählung immer nur eine einzige von vielen möglichen Perspektiven auf das Geschehen vermitteln kann. 

Tasja Langenbach

Gonzalo H. Rodriguez [ Videonale.13 ]