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Helena Öhman McCardle [Videonale.13]

*1970, in Umeå SWE, lebt und arbeitet in Glasgow GBR und Schweden SWE
Studium an der Kungliga konsthögskolan, Stockholm SWE, am Environmental Art Department der Glasgow School of Art, Glasgow GBR

Ausstellungen [Auswahl]:

2013 Glasgow Project Room, Glasgow GBR [S]

2012 Wavelength, Market Gallery, Glasgow GBR [S]

         Videonale 13, IZOLYATSIA, Donetsk UKR

2011 Dialogue in Contemporary Video Art, National Taiwan Museum of Fine Arts, Taichung TPE

         Loop Video Art Fair, Barcelona ESP

2010 ...också vidare, Örebro Konsthall, Örebro SWE

         XRAY@ResoVision at Resonance FM 104.4, Frieze Art Fair, London GBR

2009 4x4 Studio Shows, Transmission Gallery, Glasgow GBR [S]

2008 15.33, Gallery ak28, Stockholm SWE [S]

         Snap To Grid, LACDA – Los Angeles Centre for Digital Art, Los Angeles USA

 

Helena Öhmann McCardle [Videonale.13] x

I remember, 2009, 09:04 min., Ton, s/w [Videonale.13]

Sprache scheint wohl das ungeeignetste Medium zu sein, um unsere Vergangenheit wiederzugeben. Die Linearität und die kausale Logik der Erzählstruktur passen nur selten zu dem Chaos unserer Erinnerungen. Öhman McCardle erkundet die Möglichkeiten des Mediums Video, um sogenannte memoryscapes zu kreieren, die unsere Art der Wahrnehmung, Konstruktion und Aufbewahrung erlebter Momente in unseren Köpfen besser darzustellen vermögen.

Obwohl die Künstlerin in ihrer Arbeit I remember den Versuch unternimmt, über eine verdrängte Episode ihrer persönlichen Geschichte zu sprechen, deutet die Aneignung fremden Videomaterials die Existenz eines archetypischen Musters an, das uns alle verbindet. Hinter der Einzigartigkeit unserer Erfahrungen liegt eine universelle Sehnsucht nach Liebe und Akzeptanz, ebenso wie die Angst vor und das Verlangen nach Flucht – eine Dichotomie, die eine ständige Spannung zwischen der Notwendigkeit der Erinnerung und des Vergessens erzeugt. Die traumartigen Sequenzen von McCardles Arbeit mit ihren surreal gestalteten Übergängen werden unterbrochen durch Textzeilen, die nicht die Bilder erläutern, sondern zwischen ihnen unvermittelt auf schwarzem Hintergrund erscheinen. Auf diese Weise erhält Sprache die Funktion einer parallelen Realität, die vor Augen führt, wie unzureichend Worte zum Ausdruck bringen, was wir fühlen und woran wir uns erinnern.

Olena Chervonik

Helena Öhmann McCardle [ Videonale.13 ]