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Jakub Nepraš [Videonale.12]

*1981, in Prag CZE, lebt in Prag CZE
Studium an der Kunstakademie in Prag CZ
E, am ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe GER und an der Václav Hollar School of Art, Prag CZE

Ausstellungen [Auswahl]:

2012 Landscape, huntkastner gallery, Prag CZE [S]

         Spotlights video.kunst, Essl Museum, Klosterneuburg/Wien AUT  

2011 Jakub Nepraš, Galerie Waldburger, Brüssel BEL [S]

         Una Nueva Aventura, SIART Biennale 11, La Paz BOL

2010 And_Writers, First Nanjing Biennale, Jiangsu Provincial Art Museum, Nanjing CHN

         Repair – ready to pull the lifeline, Ars Electronica 2010 - Festival for Art, Technology and Society, Linz AUT

2009 Sediment, Galerie Alain Le Gaillard, Paris FRA [S]

         Eccentric Paths, Museum of Art in Riga LAT

2008 Names. Graffiti and street art festival, Prag CZE

         Young and digital, Byblos art gallery, Verona ITA

 

Jakub Nepraš [Videonale.12] x

Trip, 2008, 03:05 min., Ton, Farbe [Videonale.12]

Jakup Nepraš nimmt den Betrachter mit auf einen Trip der besonderen Art, auf dem es allerhand zu sehen gibt: Kirmesfahrgeschäfte, die wie Blumen zwischen Häusern aus Industrie- und Technikschrott und überdimensionalen Alltagsgegenständen sprießen, Neonleuchtreklamen, Werbetafeln und diverse andere Objekte. Diese Videocollage erinnert in ihrer intensiven Farbigkeit und dem hinterlegten Sound an Clips oder Einspieler im Musikfernsehen. Der monotone Rhythmus der Musik ahmt das Geräusch eines fahrenden Zugs nach. Dass der Betrachter die Position eines Bahnreisenden einnimmt, wird durch einen entgegenkommend vorbeifahrenden Zug und durch Oberleitungen und Gleise im Bild verdeutlicht. Am Ende der Fahrt wechselt die Videocollage in eine filmische Ansicht eines Bahnhofs ohne Spezialeffekte über. Jakup Nepraš spielt mit der doppelten Bedeutung des Wortes Trip. Die bunte Welt der Videoarbeit erinnert an einen Drogenrausch, in dem reale und animierte Gegenstände in verschobenen Größenverhältnissen assoziativ in den neuen Kontext einer surrealen Landschaft gesetzt werden. Wie durch das Unterbewußte in einem Traum sind die im Wachzustand wahrgenommenen Objekte und Ereignisse neu zusammengefügt. Wenn am Ende des Trips die Dächer realer Gebäude hinter Mauern auftauchen und der Betrachter mit seinem Blick in einen wirklichen Bahnhof einfährt, findet die fantastische Reise ein jähes Ende.

Kathrin Fuchs

Jakub Nepraš [ Videonale.12 ]