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Alex McQuilkin [Videonale.10]

*1980 in Boston Massachusetts USA, lebt in New York USA
Studium an der New York University, New York USA und an der NYU Steinhard School, New York USA


Ausstellungen [Auswahl]:

 

2011 Alex McQuilkin: The First Ten Years, Microscope Gallery, Brooklyn, New York USA [S]

2010 Neugierig? - Kunst des 21. Jahrhunderts aus privaten Sammlungen Kunst- und Ausstellungshalle, Bonn GER

2009 I Wish I was a Beam of Light, Galerie Adler, Frankfurt am Main GER [S]
         Höhepunkte der Kölner KunstFilmBiennale, KW Institute for Contemporary Art, Berlin GER

2008 Diana und Actaeon. Der verbotene Blick auf die Nacktheit, Museum Kunstpalast,Düsseldorf GER

         Romeo and Juliet, subZONE Galerie Adler, Frankfurt am Main GER [S]

         Number Two: Fragile, Julia Stoschek Collection, Düsseldorf GER

2007 Joan of Arc, Marvelli Gallery, New York City, NY, USA [S]

 

 

Diskussionspunkte Kunstvermittlungsworkshop

DIE FRAUEN - GenerationenArchivVideonale

 

Alex McQuilkin [Videonale.10] x

"Get Your Gun Up", 2002, 2:30, Ton, Farbe [Videonale.10]

Der männliche Blick, inszeniert im klassischen Genre des Western, bildet die Folie von Get Your Gun Up. Sergio Leones Zwei glorreiche Halunken zitierend, wird das Duell zweier junger Frauen um die triumphierende Gewissheit ihrer makellosen Körper vorgeführt. Anstelle der Revolver der Westernhelden kommt das Klischee von den Waffen der Frau zum Einsatz, hier aber weniger als Instrument der Verführung, sondern vor allem als Arsenal der Posen zur weiblichen Selbstinszenierung. Vor dem Bild eines Gräberfeldes in weiter Prärielandschaft treten die beiden Protagonistinnen auf. Durch die gewählten Bildausschnitte bleiben sie anonym. Die effektvoll dargebotenen Bauch- und Hüftpartien in knappen, mit Lederbändchen und Sheriffstern geschmückten Slips, sorgfältig geschminkte Augen und mit Lippenstift betonte Münder repräsentieren den weiblichen Körper. Minimale Gesten- der klopfende Zeigefinger einer in die Hüfte gestützten Hand, sich misstrauisch verengende Augen oder ein abschätzig lächelnder Mund - machen klar, dass die Frauen Duellantinnen und keine Kombattantinnen sind. Die mögliche Niederlage im Kampf um die Gunst des beobachtenden Blickes käme dem Tod gleich.

Bettina Schönfelder

Alex McQuilkin