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Agnes Meyer-Brandis [Videonale.14]

*1973 in Aachen GER, lebt und arbeitet Köln GER
Studium an der Art Academy in Maastricht NED, Art Academy Düsseldorf GER und Kunsthochschule für Medien Köln GER

 

Ausstellungen [Auswahl]:

 

2012 Possible Waters, Goethe Instiute Tokyo JPN
         Lexus Hybrid Art 2012, Design Center Artplay, Moscow RUS
         As Slow as Possible, AV Festival, Great North Museum, Newcastle GBR
2011 Beyond, Kunstraum München, Munich GER [S]
         Of Rocks and Rockets, Fuhrwerkswaage Kunstraum, Cologne GER 

[S]
         Transitio_MX4, CENART, National Center for the Arts, Mexico City MEX

         Cloudbusters, TAG, The Hague NED
2010 Wolkenkern-Scanner - Im Troposphärenlabor,Schering Stiftung, Berlin GER / glasmoog, Cologne GER 
[S]

         video_dumbo, DUMBO ARTS CENTER, Brooklyn, New York USA
2009 Impact - Studies in Cause and Effects, National Center For Contemporary Art (NCCA), Ekaterinburg
         Branch RUS [S]

 

www.ffur.de

 

Agnes Meyer-Brandis [Videonale.14] x

The Moon Goose Colony, 2011, 20:56 min, [Ausschnitt] Farbe, Ton [Videonale.14]

Link zur Videoarbeit

Existiert die Spezies der Mond-Gänse? Eine spezifische Entengattung, die als einzige die Fähigkeit besitzt, zum Mond zu fliegen? Agnes Meyer-Brandis beobachtet die Aufzucht einer Generation Mondgänse von dem Schlüpfen aus dem Ei bis zu ihrer Flugtauglichkeit. Dabei nimmt sie den Wortlaut eines 1603 verfassten, fiktiven Romans von Francis Gordon wörtlich, der über Gänse berichtet, die zum Mond fliegen können. Die Entwicklung der Gänse wird in „The Moon Goose Colony“ in achtundzwanzig Kapiteln methodisch dokumentiert. Die Rolle der Entenmutter übernehmend, lehrt die Künstlerin den Gänsekindern nicht nur die Grundlagen des Lebens, sondern bildet diese, sich selbst in einen Raumanzug kleidend, zu zukünftigen Astronauten aus. Die Bildsequenzen werden von einer männlichen Stimme begleitet, die anhand des neuzeitlichen Textes und in wissenschaftlichem Jargon das reale Geschehen kommentiert. Die Ernsthaftigkeit der Erzählstimme und der ihre Gänse liebevoll erziehenden jungen Wissenschaftlerin wird konterkariert durch die Skurrilität der Aufnahmen, die bestimmt sind durch das Zusammenspiel von Mensch und Tier, semi-wissenschaftlichen Aufzeichnungen sowie dem Einsatz von Instrumenten aus der Raumfahrt. Konsequent unterläuft der Bildinhalt damit immer wieder das Ansinnen, eine Situation zu schaffen, die einer wissenschaftlichen Versuchsanordnung würdig wäre.

Nihan Aydin

Credit Bild: The Astronauts, Videostill, Moon Goose Colony @ Agnes Meyer-Brandis, VG-Bildkunst 2012

Agnes Meyer-Brandis