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Rebecca Loyche [Videonale.12]

* 1979 in New York USA, lebt in Berlin GER
Studium an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig GER, am Hunter College, New York USA und am Pratt Institute of Art, New York USA

 

Ausstellungen [Auswahl]:

 

2012 The Circadian Project returns to Berlin, re:MMX, Berlin GER

         Greener on the other side, International Video Art Festival, Amsterdam & Starnmeer NED

2011 11. Internationales Festival für Aktuelle Klangkunst, Trier GER
         Here and now…Amnesia, Savvy Contemporary, Berlin GER

2010 Art is Dead, Galerie deadfly, Berlin GER

         Global/National, Exit Art, New York USA

2009 tART at A.I.R., tART Summer Salon @ AIR Gallery, Brooklyn, New York USA

         New Prints 2009/Summer - Portraits: In Pursuit of Likeness, International Print Center New York USA

2008 Ice Blink- Samband íslenskra myndlistarmanna, SÍM, Reykjavik ISL

         20x200- Jen Bekman Gallery, New York USA

 

www.rebeccaloyche.com

www.mmx.mx

 

Rebecca Loyche [Videonale.12] x

All's fair in love and war, 2007/08, 9:22 min., Ton, Farbe [Videonale.12]

In der Videoarbeit All´s Fair in Love and War greift die amerikanische Künstlerin Rebecca Loyche das Thema Waffen und Gewalt auf, mit dem sie sich bereits in früheren Arbeiten beschäftigt hat. Der Betrachter begegnet einem etwa dreizigjährigen trainierten und sportlich gekleideten Amerikaner. Er ist ein Waffenspezialist, der Menschen im Umgang mit Waffen ausbildet. In vier aufeinander folgenden Sequenzen erläutert er mit großer Sachkenntnis deren Entwicklung und Gebrauch im Einsatz gegen den Menschen. Während zunächst Schusswaffen Gegenstand seiner Darstellung sind, führt er in der letzten Sequenz gestenreich vor, wie man einen Menschen mit nur einem Messerstich tötet, wo man im Körper einstechen muss und wie lange es dauert bis der Mensch unrettbar verblutet. Emotionslos und sehr präzise bleiben seine Ausführungen bis zum Schluss. Durch die statische Kameraposition und die Nahaufnahme kann sich der Betrachter kaum entziehen, vielmehr wird der Eindruck vermittelt, dass er selbst sich mit dem Protagonisten im Raum befindet. Rebecca Loyche inszeniert den Waffenexperten in privaten Wohnräumen, deren bürgerlich konservative Einrichtung einen Kontrast zur Brutalität des Inhalts herstellt. Sie verschränkt den vermeintlich neutralen Charakter einer Dokumentation mit einem bewusst arrangierten Interieur. Dadurch unterläuft sie die ohnehin schon feine Demarkationslinie zwischen Häuslichkeit und Kriegsschauplatz.

Mara Wallat

Rebecca Loyche