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Alwin Lay [Videonale.16]

*1984, in Lugosch ROM, lebt und arbeitet in Köln GER
Studium an der Kunsthochschule für Medien Köln und an der Kunstakademie Düsseldorf GER

2016 Der entscheidende Augenblick musste verschoben werden, Kunstverein Leipzig GER [S]

        New German Photography, On Stellar Rays, New York City USA

        What birds can see, Document, Chicago USA

2015 COMING SOON, NAK- Neuer Aachener Kunstverein GER [S]
        Timisora Art Encounter, Timisora ROM

        Prospecition#5, Natalia Hug, Köln GER [S]

2014 COMING SOON, SSZ-SUED, Köln GER [S]
        zum Beispiel Les Imatériaux, Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf GER

 

Alwin Lay [Videonale.16 / 2] x

Strohalm Rot-Weiß, 2014, 17:00 Min., Farbe, kein Ton [Videonale.16]

Eine ›Ent-Täuschung‹; das sind Alwin Lays Inszenierungen in den meisten Fällen. Eine Täuschung der logisch physikalischen Gesetze lässt sich in fast allen seinen Werken finden. Gute Beispiele hierfür liefern Blauer Würfel (Blue Cube) und Strohhalm Rot-Weiß (Straw Red-White), bei denen die dargestellten einfachen Abläufe zwar physikalischen Gesetzen widersprechen, aber bei den Betrachtenden dann als stimmig erlebt werden. In der Arbeit Blauer Würfel (Blue Cube) schauen die Betrachter*innen dabei zu, wie aus der Spitze einer umgedrehten Plastikflasche blaues Spülmittel herausläuft und sich auf einen weißen Sockel ausbreitet. Hierbei fließt das Spülmittel aber nicht über die Kante hinweg nach unten, sondern sammelt sich in einer quadratischen Form an, um bald darauf stetig anzusteigen. Die bläulich strahlende Flüssigkeit, welche im finalen Resultat die Form eines Würfels angenommen hat, vermittelt eine harmonische und wahre Stimmigkeit. Bei Strohhalm Rot-Weiß (Straw Red-White) scheint ebenso das physikalische Gesetz der Schwerkraft außer Kraft zu sein, wenn aus einem Strohhalm, welcher in einem leeren Glas steht, aus dem oberen Ende eine Flüssigkeit herausströmt, die um das Glas herum eine sich stetig vergrößernde Lache bildet. Lay spielt mit der Erwartungshaltung der Betrachter*innen, indem er Szenarien nach seinen eigenen Regeln und Wirklichkeiten schafft, so dass die Darstellungen zum Ende hin eine eigene Sicht auf die Dinge ermöglichen. Hierbei arbeitet Lay mit alltäglichen Objekten, die überraschende Phänomene betonen, mit welchen wir in unseren Vorstellungen ›ent-täuscht‹ und wirklich herausgefordert werden. Die von einer festen Kamera gefilmten Einstellungen geben den Betrachtenden hierbei ausreichend Zeit zu beobachten, zu erkennen und in ihren Erwartungen ›ent-täuscht‹ zu werden.

Anne Greb

 

Alwin Lay [Videonale.16 / 1] x

Blauer Würfel, 2015, 10:00 Min., Farbe, kein Ton [Videonale.16]

Eine ›Ent-Täuschung‹; das sind Alwin Lays Inszenierungen in den meisten Fällen. Eine Täuschung der logisch physikalischen Gesetze lässt sich in fast allen seinen Werken finden. Gute Beispiele hierfür liefern Blauer Würfel (Blue Cube) und Strohhalm Rot-Weiß (Straw Red-White), bei denen die dargestellten einfachen Abläufe zwar physikalischen Gesetzen widersprechen, aber bei den Betrachtenden dann als stimmig erlebt werden. In der Arbeit Blauer Würfel (Blue Cube) schauen die Betrachter*innen dabei zu, wie aus der Spitze einer umgedrehten Plastikflasche blaues Spülmittel herausläuft und sich auf einen weißen Sockel ausbreitet. Hierbei fließt das Spülmittel aber nicht über die Kante hinweg nach unten, sondern sammelt sich in einer quadratischen Form an, um bald darauf stetig anzusteigen. Die bläulich strahlende Flüssigkeit, welche im finalen Resultat die Form eines Würfels angenommen hat, vermittelt eine harmonische und wahre Stimmigkeit. Bei Strohhalm Rot-Weiß (Straw Red-White) scheint ebenso das physikalische Gesetz der Schwerkraft außer Kraft zu sein, wenn aus einem Strohhalm, welcher in einem leeren Glas steht, aus dem oberen Ende eine Flüssigkeit herausströmt, die um das Glas herum eine sich stetig vergrößernde Lache bildet. Lay spielt mit der Erwartungshaltung der Betrachter*innen, indem er Szenarien nach seinen eigenen Regeln und Wirklichkeiten schafft, so dass die Darstellungen zum Ende hin eine eigene Sicht auf die Dinge ermöglichen. Hierbei arbeitet Lay mit alltäglichen Objekten, die überraschende Phänomene betonen, mit welchen wir in unseren Vorstellungen ›ent-täuscht‹ und wirklich herausgefordert werden. Die von einer festen Kamera gefilmten Einstellungen geben den Betrachtenden hierbei ausreichend Zeit zu beobachten, zu erkennen und in ihren Erwartungen ›ent-täuscht‹ zu werden.

Anne Greb

Alwin Lay [ Videonale.16 ]