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Halina Kliem [Videonale.11]

* lebt in Berlin GER
Studium an der Universität der Künste Berlin GER, an der Carnegie Mellon University of Art, Pittsburgh USA und an der Hochschule für bildende Künste Hamburg GER

 

Ausstellungen [Auswahl]:

 

2012 Flucht um Mitternacht, DUVE Berlin GER [S]
         Miniature by Serendipity, Babette, Berlin GER

2011 Colour Spaces, Chinese European Art Center, Xiamen CHN [S]
         How, Kunsthalle Autocenter, Berlin GER [S]
         Curators Choice, Tape Modern, Berlin GER

2010 On last Legs, The Center for Endless Progress, Berlin GER [S]
         Reverse and Cycle Stripes FREE ADMISSION, DUVE Berlin GER [S]

2009 Accessions 2009, Neue Berliner Kunstverein, Berlin GER
2008 you don’t want to become so personal here, Simonis Gallery, Warschau POL [S]

         fuck, it looked so appealing on the package, Galerie Duvekleemann, Berlin GER [S]

 

www.halinakliem.com

 

Halina Kliem [Videonale.11] x

Real World [still toddling], 2006, 3:04 min., ohne Ton, Farbe [Videonale.11]

Real World [still toddling] ist der Versuch, eine Reise durch die Hürden, Probleme und Hindernisse des Alltags aufzuschreiben ‒ so, wie Halina Kliem diese selbst in ihrer ‚realen Welt‛ erlebt. Die Arbeit folgt dabei einem formalistischen Ansatz: In weißer, serifenloser Schrift erscheint ein fortlaufender Text auf neongrünem Hintergrund, geschrieben von der imaginären Hand der Künstlerin. Dabei lässt sie ihren Gedanken freien Lauf und führt ein spontanes, impulsives wie ehrliches Tagebuch: Halina Kliem offenbart Gefühle und beschreibt Ereignisse. So schildert sie den Eindruck, sich in der ‚realen Welt‛ noch schwankend und trollend zu fühlen wie ein kleines Kind. Ihr Alltag als Künstlerin sei von Abgabeterminen und Bewerbungen geprägt ‒ ebenso von Enttäuschungen, wenn etwa Absagen für Projekte eingehen. Der ständige Selbstzweifel lässt sie über die Psychoanalyse als Alternative zur Kunst reflektieren. Es sind meist die kleinen Hindernisse, die sie besonders beschäftigen: Als ein Geschäft gerade geschlossen hat, in dem sie neue Tinte besorgen will, verfüllt sie fast in eine Depression. Sie beklagt zudem die Einsamkeit vor dem Computer und nimmt sich vor, geselliger und kontaktfreudiger zu werden. In die Funktionstüchtigkeit ihres Internetanschlusses projiziert sie die Erwartung einer Verbesserung ihres Lebens. Nebenbei bemerkt sie, dass ihr Leben an ihr vorbeirennt.
Corina Charlambous

Halina Kliem