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Clemens Krauss & Benjamin Heisenberg [Videonale.14]

Clemens Krauss
*1979 in Graz AUT, lebt und arbeitet in Berlin GER
Studium am Central St. Martin´s College of Art, London GBR

 

Benjamin Heisenberg
*1974 in Tübingen GER, lebt und arbeitet in München GER
Studium an der Akademie der Bildenden Künste München GER

  

Ausstellungen [Auswahl]:

 

Clemens Krauss
2012 Transference Room - Kulturhuset Stockholm SWE
         Museu de Arte Moderna Aloísio Magalhães, Recife BRA
2011 Subtitle and other Forbodings, New works, Dominik Mersch Gallery, Sydney AUS
2010 Ein Alltag, DNA, Berlin GER
2009 Large Self-Portrait, Art Gallery of New South Wales, Sydney AUS
         AUFWACHEN, Haus am Waldsee, Der Ort internationaler Gegenwartskunst in Berlin, Berlin GER
2008 Display, Museu de Arte Moderna Rio de Janeiro, Rio de Janeiro BRA
2007 SMAK Stedelijk Museum voor Actuele Kunst, Gent BEL

 

Benjamin Heisenberg
2012 Kunstwettbewerb für das NS-Dokumentationszentrum München, Stadtmuseum München GER
2011 Galerie Patrick Ebensperger, Berlin GER [S]
2007 Piktogramme - Die Einsamkeit der Zeichen, Stiftung Kunstmuseum Stuttgart GER
2006 Sichtbarkeiten, Edith-Ruß-Haus für Medienkunst, Oldenburg GER
2005 Playtime! Play, Gaming and Sports, ICA, London GBR 

 

Clemens Krauss & Benjamin Heisenberg [Videonale.14] x

ER, 2012, 5:15 min., Ton, Farbe [Videonale.14]

Mit einer amateurhaft geführten Handkamera reihen sich gefilmte Sequenzen aneinander. Sie dokumentieren den Lebensweg einer fiktiven, nur mit „Er“ umschriebenen Figur. Dabei handelt es sich um einen als psychopathisch beschriebenen Jungen, der in einem dörflichen Umfeld in der Nähe der deutsch-österreichischen Grenze aufwächst und seine Eltern mit Wutausbrüchen und dem Vortäuschen epileptischer Anfälle erpresst.
Eine computergenerierte Stimme erzählt die Geschichte dieses Jungen, wobei das Found-Footage-Material an einigen Stellen nicht zum gesprochenen Text passen will. Während die Stimme die Erzählung kontinuierlich fortführt, werden die einzelnen Filmsequenzen immer wieder durch Farbflächen und eingestreutes Bildmaterial unterbrochen. Beim Betrachter stellt sich ein Gefühl der Verunsicherung in Bezug auf die vorgestellte Figur ein, das durch die völlige Emotionslosigkeit der digital erzeugten Erzählerstimme noch einmal verstärkt wird.
Das Filmmaterial stammt aus dem privaten Fundus des österreichischen Künstlers Clemens Krauss und des deutschen Filmregisseurs Benjamin Heisenberg. Seit ihrer Jugend erstellten beide ungeheure Mengen an Videomaterial, das sie im Jahr 2011 zur Filmcollage „ER“ zusammenschnitten.

Jennifer Eggert

Clemens Krauss & Benjamin Heisenberg