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Adela Jušić [Videonale.13]

* 1982 in Sarajevo BIH, lebt in Sarajevo BIH
Studium am Center for Interdisciplinary Postgraduate Studies, Sarajevo BIH, an der Kunsthochschule in Sarajevo BIH und an der Hochschule für Angewandte Kunst in Sarajevo BIH

 

Ausstellungen [Auswahl]

 

2012 Secondary Witness, ISCP, New York USA
         Intimacies, Collegium Artisticum, Sarajevo BIH

2011 When I die, you can do what you want, Duplex gallery, Sarajevo BIH [S]
         Continuity, Center for Contemporary Arts, Celje SLO

2010 Videospritz | Transitland video art from Central and Eastern Europe 1989-2009, Studio
         Tommaseo, Trieste ITA

         Manifesta 8, Murcia ESP

2009 Who needs DRNC? Gallery KuK, Cologne GER [S]
         A dinner for three, Gallery Duplex, Sarajevo BIH [S]

2008 Balkan Video Box, La generale, Paris FRA
         The 6th Festival of Short Movies, OKC Abrasevic, Mostar BIH

 

www.adelajusic.wordpress.com

 

Adela Jušić [Videonale.13] x

Artist's Statement, 2010, 7:27 min., Ton,Farbe [Videonale.13]

Wie in einem barocken Gemälde zeigt sich Adela Jusic im Halbprofil. Ihr Gesicht und ihre Rede wenden sich ans Publikum, vor allem an kreative Menschen. Die Anlehnung an eine traditionelle Bildsprache – die Ausleuchtung, der dunkle Hintergrund, die Harmonie der Farben – verleiht dem Bild und ihren Aussagen Seriosität und Glaubhaftigkeit. Vorlage für den gesprochenen Text, wie „Vermeide es, dich selbst mit anderen Künstlern zu vergleichen", sind Websites, die schöpferischen Menschen Hilfe bei der Selbstvermarktung anbieten. Diese Angebote und ihre Nutzung sind für Jusic signifikant für unsere heutige Gesellschaft, in der sogar das Kreative einem Marketingkonzept unterworfen wird. Trotzdem sind Strategien der Vermarktung auch für sie wichtig gewesen, und sie fragt sich: „Was sind die Aussichten für heutige Künstler?", „Wer oder präziser was ist der 'Künstler' in der heutigen Gesellschaft?" Die Künstlerin ist dabei als Doppelprojektion zu sehen, so dass sie abwechselnd zu Wort kommt. Sehr distanziert tritt sie dem Betrachter entgegen und agiert in ihrer unnahbaren Haltung ganz anders als Performerinnen früherer Generation, wie zum Beispiel Marina Abramović. Auch diese thematisierte 1975 die Vermarktungszwänge des Kunstbetriebs in einer Video-Performance, in der sie sich solange kämmte, bis ihre Haut blutete. Dabei wiederholte sie ständig die Worte "Art must be beautiful, artist must be beautiful".

Elisabeth Wynhoff

Adela Jušić