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Barbara Hlali [Videonale.10, unter dem früheren Namen Barbara Schmidt]

*1979 als Barbara Schmidt, lebt in Münster GER
Studium der freien Kunst an der Kunstakademie Münster 

 

Ausstellungen [Auswahl]:

 

2010 Berlinale Talent Campus #8, Berlin GER
         Athens International Short Film Festival Psarokokalo GRE
2011 Dreaming with open Eyes, Rojo Nova, Fundaçao Casa França-Brasil / Escola Artes Visuais,
         Rio de Janeiro BRA
         Blink! Light, Sound and the Moving Image, Denver Art Museum, Denver USA

2010 CUE: Artists’ Videos, Vancouver Artgallery, Vancouver CAN
         Berlinale Talent Campus #8, Berlin GER

2009 Dreaming with open eyes, Kurzfilmprogramm, Art Center Nabi, Seoul KOR
         9ème festival du court métrage de Nice, Nizza FRA
         Beste Absichten., Zentrale der Deutschen Bundesbank, Frankfurt am Main GER [S]

2008 L’Alternativa, 15é Festival de Cinema Independent de Barcelona ESP
         kollateral, schade!, Museum am Ostwall, Dortmund GER [S]
         Open Cinema, International Short and Animation Film Festival, Sankt Petersburg RUS

2007 Tricky Women 2007, Internationales Animationsfilm Festival, Wien AUT

 

www.barbara-hlali.de

 

Barbara Hlali [Videonale.10, unter dem früheren Namen Barbara Schmidt] x

My faith, 2005, 4:54 min, Ton, Schwarz-Weiß [Videonale.10]

My faith ist eine poetische Hommage an die Durchsetzungskraft von Versöhnung und Harmonie. In dem Animationsfilm aus Handzeichnungen erzählt die Künstlerin phantasievoll die archetypische Geschichte von Beziehung, Trennung und Liebe. Die Schilderung von Schmerz und Wiedervereinigung eines Paares tritt mit der Visualisierung emotionaler Zustände in einen dichten und sich gegenseitig bildnerisch beeinflussenden Dialog. Äußeres Geschehen und inneres Empfinden verweben sich visuell. Diese unterschiedlichen narrativen Ebenen werden durch zwei sich überlagernde Formen medialer Repräsentation ergänzt: Immer wieder greifen die gefilmten Hände der Künstlerin als verborgene Draht-zieherin in die Animation und somit in das Geschehen ein; sie kitten Risse und lassen die Protagonisten Abgründe überwinden. So wird der Titel My faith auch als ein Credo an die künstlerische Schöpfungskraft und die in der Kunst mögliche Verwirklichung einer idealen Welt lesbar. In einer freien Interpretation der Kugelmensch-Idee, wie sie Platon im Gastmahl dem jungen Aristophanes in den Mund legt, stellt Schmidt die beiden auseinander gerissenen Protagonisten als verstümmelte Wesen dar, die einander zur Vollständigkeit benötigen.

Dorothée Brill

Barbara Hlali