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Wiebke Grösch & Frank Metzger [Videonale.10]

Wiebke Grösch
*1970 in Darmstadt GER, lebt und arbeitet in Frankfurt/Main GER
Studium an der Hochschule für Gestaltung, Offenbach GER 



Frank Metzger
*1969 in Gross-Gerau GER, lebt und arbeitet in Frankfurt/Main GER
Studium an der Hochschule für Gestaltung, Offenbach GER

 

Ausstellungen [Auswahl]:

 

2012 Kunstgeschichten im Steinernen Haus - To the People of the City, Frankfurter Kunstverein,
         Frankfurt/Main GER [S]
         VISIT TINGBJERG, Contemporary Art Festival, Kopenhagen DEN
2011 L’idée de nature, La Kunsthalle (Centre d'art contemporain), Mulhouse FRA
2010 Balmoral Blend, Arp Museum Bahnhof Rolandseck, Remagen GER
2009 Playing the City, Schirn Kunsthalle, Frankfurt/Main GER
2008 Dies alles, Herzchen, hat einmal uns gehört, Basis, Frankfurt/Main GER [S]
         Vertrautes Terrain, ZKM – Museum für Neue Kunst, Karlsruhe GER
2007 New Borders, Skulpturenpark Berlin_Zentrum, Berlin GER [S]
         Skate Culture, Bildmuseet Umeå, SWE

 

www.groeschmetzger.de

 

Wiebke Grösch & Frank Metzger [Videonale.10] x

Steadicam, 2001, 7:17 (2:40) Min, Farbe, Ton [Videonale.10]

Die Arbeit Steadicam basiert auf Fotografien einer traditionellen, japanischen Nô-Bühne und Tonauszügen aus dem Film Lost Highway von David Lynch. Die animierten Fotografien werden zur Kulisse eines Dialoges zwischen Renée und Fred Madison ‒ den beiden Hauptfiguren des Films ‒, die sich über zwei Videotapes unterhalten, auf denen sie selbst ‒ unter anderem schlafend ‒ in ihren eigenen Wohnräumen zu sehen sind, und die von einem Fremden ohne ihr Wissen aufgenommen wurden. So bieten die Protagonisten auf der Bühne des Nô-Theaters unfreiwillig ihr Privatleben dar ‒ ohne aber selbst physische Gestalt anzunehmen. Theater und Film verschmelzen in der Videoarbeit des Künstlerduos Grösch & Metzger zu einem neuen audiovisuellen Ereignis, bei dem der Betrachter als Voyeur dieselbe Position einnimmt wie der Autor der Videobänder, um die sich die Unterhaltung dreht. Eine komplexe fiktive Realität entsteht: eine Realität, die imaginiert, aber nicht sichtbar wird und dennoch als Schauspiel sowohl auf der Bühne als auch in der eigenen Phantasie existent ist.

Kathrin Ann Bender

Wiebke Grösch & Frank Metzger