Der Aufbau des Videoarchivs wurde unterstützt vom

Kontakt

Videonale e.V. Tel. +49 (0)228 77 62 21
im Kunstmuseum Bonn Tel. +49 (0)228 69 28 18
Friedrich-Ebert-Allee 2 Fax +49 (0)228 90 85 817
53113 Bonn  

Benedikt Gahl & Veit Kowald [Videonale.10]

BENEDIKT GAHL
*1977 in München GER, lebt und arbeitet in München GER
Studium an der Akademie der Bildenden Künste, München GER

VEIT KOWALD
*1978 in München GER, lebt und arbeitet in München GER
Studium an der Akademie der Bildenden Künste, München GER

 

Ausstellungen [Auswahl]:

 

Benedikt Gahl  
2013 Pophits & Alptraum, Artspace RheinMain, Offenbach GER
2012 Benedikt Gahl. Home is Where the Hatred is, Galerie Andreas Höhne, München GER [S]
2011 Pop Hits ,Autocenter, Berlin GER
2010 ChasingtheBlickwinkel, Kunstarkaden der Stadt München, München GER
2008 Benedikt Gahl. Mein Körper ist unsere einzige Waffe, Galerie Andreas Höhne, München GER
        Most / Bridge / Brücke - La Fabrika, Prag CZE

Veit Kowald  
2013 Pophits & Alptraum, Artspace RheinMain, Offenbach GER
2012 Veit Kowald, Galerie Andreas Höhne, München GER [S]
2011 Pop Hits ,Autocenter, Berlin GER
2010 Knowhow Center I Opfern. Nicht spenden!, Galerie Andreas Höhne, München GER
        ChasingtheBlickwinkel, Kunstarkaden der Stadt München, München GER
2009 crotla presents - Lothringer13, Städtische Kunsthalle München, München GER
2008 Most / Bridge / Brücke - La Fabrika, Prag CZE

 

Benedikt Gahl & Veit Kowald [Videonale.10] x

Rigor Mortis, 2004, 4:35 Min, Farbe, Ton [Videonale.10]

Rigor Mortis, Todesstarre ‒ so lautet die ironische Selbstdiagnose von Gahl & Kowald und beschreibt jenen Zustand, in dem sich eine junge Künstlergeneration ihrer eigenen Wahrnehmung zufolge befinden mag. In dem von amorphen Lebewesen bevölkerten düster-amüsanten Animationsvideo exerziert der Protagonist im Parforceritt die Meilensteine der Nachkriegskunst am eigenen Knetleib durch: Zu Skulpturen von Moore, Judd, LeWitt und anderen muss sich das ansonsten eher organisch und undifferenziert geformte Wesen disziplinieren, während es im Fernsehen den Leidensweg eines Artgenossen betrachtet. Jener schleift sein Kreuz nach Golgatha, um dort, sobald er sich aus eigener Kraft an selbiges geschwungen hat, als Kippenbergers skulptural gestellte Frage nach dem ‚Unterschied zwischen Casanova und Jesus‛ zu erstarren. Durch die Wiederholung von Kippenbergers ikonoklastischer Geste verwandelt sich diese vom Endpunkt zum Vorbild, transferiert von der Todesstarre zum Nährboden. Des Künstlers chamäleonhafte Fähigkeit zu stilistischem Wandel scheint den Knetwesen zum Lebensprinzip geworden zu sein. Rigor Mortis präsentiert ein humorvolles Abarbeiten am kunsthistorischen Kanon, an den es die Frage nach der ‚Henne und dem Ei‛ zu stellen scheint. 

Dorothée Brill

Benedikt Gahl & Veit Kowald