Der Aufbau des Videoarchivs wurde unterstützt vom

Kontakt

Videonale e.V. Tel. +49 (0)228 77 62 21
im Kunstmuseum Bonn Tel. +49 (0)228 69 28 18
Friedrich-Ebert-Allee 2 Fax +49 (0)228 90 85 817
53113 Bonn  

Dennis Del Favero [Videonale.10]

*1953 Sydney, lebt in Sydney, AUS
Studium an der University of Sydney AUS, am Sydney College of the Arts, University of Sydney AUS, an der University of New South Wales AUS und an der University of Technology, Sydney AUS

 

Ausstellungen [Auswahl]:

 

2010 Once upon a time there was a story..., Marion Scharmann, Köln GER

2009 IMAGINING MEDIA. produced@zkm ZKM, Karlsruhe GER

         Dennis del Favero: magnesium light Marion Scharmann, Köln GER [S]

2008 WIDE ANGELS spread their wings and... STEDEFREUND Berlin GER

2007 KAVA KAVA Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr, Mülheim/Ruhr GER

2005 Dennis del Favero. Fantasmi Sprengel Museum, Hannover [S] 

 

Dennis Del Favero [Videonale.10] x

Deep Sleep, 2004, 9:30 min, Ton, Schwarz-Weiß [Videonale.10]

Deep Sleep bezieht sich auf eine Tiefschlaf-Therapie, die in den 1960er und 1970er Jahren im Chelmsford Krankenhaus in Sydney eingesetzt wurde, um schmerzliche Erinnerungen aus dem Gedächtnis der Patienten zu löschen. 40 Menschen starben bei dieser Koma-Behandlung, während Hunderte die Klinik mit bleibenden Schäden verließen. Inspiriert von dieser wahren Begebenheit beschreiben die verstörenden VideobilderDel Faveros die Ängste der Menschen, die es in diese Institution getrieben hat. Begleitet von Cello-Klängen streifen wir als Betrachter durch endlose Korridore, blicken in klaustrophisch anmutende Räume und beobachten sich theatralisch gebärdende Menschen - in der Manier von Caravaggio -, die aus dem Nichts auftauchen und wieder im Dunkel verschwinden. Durch die non-lineare Erzählweise entsteht eine Ansammlung zeit- und raumloser Eindrücke. Diese gleichen unserer Erinnerung, die man nicht auszulöschen vermag, da sie stetig aus dem Dunkel wiederkehrt. Der die Installation begleitende Text berichtet von den Ereignissen in Form einer Nachrichtenmeldung. Doch nicht von Tatsachen erzählt der schwarz-weiße Bilderreigen, vielmehr findet die Psyche des Menschen Ausdruck in der Bildsprache des Künstlers - das Unaussprechliche wird visualisiert, das einer eigenen Wahrheit folgt. 

Marion Scharmann

Dennis Del Favero