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Christoph Faulhaber [Videonale 15]

* 1972 in Osnabrück GER, lebt und arbeitet in Hamburg GER
Studium an der Bauhaus Universität Weimar GER, Universidade Tecnica de Lisboa POR, Leibniz University Hannover GER und Universität der Bildenden Künste Hamburg GER

 

Ausstellungen [Auswahl]:

 

2014 Arte Laguna Art Prize 2014, Arsenale, Venedig ITA
         Smart New World, Kunsthalle Düsseldorf, Düsseldorf GER
2014/13 Macht der Machtlosen, Staatliche Kunsthalle Baden-Baden, Baden-Baden GER
2012 Kunst und Verbrechen im 21. Jahrhundert, Acc Galerie, Weimar GER
         Anatomy of Integration Sculpture Quadriennale, Riga LAT
2011 Fidelity Real Estate Cor Galerie, Zurich SUI
         Rencontres Internationales, Museo Reina Sofía, Madrid ESP
         Changes, Kunst nach 9/11 Spinnerei, Halle 14, Leipzig GER
2010 Herbstausstellung, Kunstverein Hannover GER
         Rencontres Internationales, Centre Georges Pompidou, Paris FRA

 

Christoph Faulhaber [Videonale.15] x

Jedes Bild ist ein leeres Bild, 2014, 68 min., Ton, Farbe [Videonale.15]

»Mehr als fünfzig Prozent unserer Gegenwart sind heute schon medial generiert. Wir leben in einer Welt der Bilder, durch Selbstbespiegelung gelähmt, ertrinken wir in der Maßlosigkeit der Oberfläche.« Was passiert, wenn man sich in dem international bekannten Burberry-Karomuster gekleidet vor einen Burberry-Store setzt und bettelt? Was geschieht, wenn man sich für ein Stipendium mit dem Thema Kunst und Landschaft bewirbt und sich dafür ein Projekt ausdenkt, das daraus besteht, mit dem Auto im Schaumburger Land eine Autobahnkreuz-Spur in ein Rapsfeld, das jemand anderem gehört, zu fahren, quasi in die Landschaft zu zeichnen? Und was zieht es für diesen Einzelnen nach sich, wenn man eine fiktive, private Sicherheitsfirma namens Mister Security gründet und im Namen der Öffentlichkeit eine offene Straße vor der US-Botschaft in Berlin überwacht? Ab wann wird die Kamera zur Waffe und das Bild zum Terror? Die Collage aus virtueller Realität, Videoclips und Dokumentation zieht den Betrachtenden förmlich in einen Strom aus Bildern. Ein Stein wird ins Rollen gebracht. Fragen werfen Fragen auf. Fragen nach der Echtheit dieser Bilder und ob das, was sie zeigen, real ist. Grenzen verschwimmen. Szenen durch Musik überspitzt. Kaum Greifbares. Eine Autobiografie des Künstlers Christoph Faulhaber? 

Valerie Schmidt

Christoph Faulhaber