Der Aufbau des Videoarchivs wurde unterstützt vom

Kontakt

Videonale e.V. Tel. +49 (0)228 77 62 21
im Kunstmuseum Bonn Tel. +49 (0)228 69 28 18
Friedrich-Ebert-Allee 2 Fax +49 (0)228 90 85 817
53113 Bonn  

Charles Fairbanks [Videonale.14]

*1979 in Lexington/Nebraska, USA, lebt und arbeitet in Northern California, USA, Mexico City, MEX Minneapolis, USA, Ann Arbor, USA und Brüssel, BEL
Studium an der Stanford University, USA und an der University of Michigan, School of Art & Design, USA

 

Ausstellungen [Auswahl]: 

 

2012 The Space Between Our Selves, Leedy-Voulkos Art Center, Kansas City, Missouri, USA
         Tender Muscles: five films by Charles Fairbanks, CONCORD, Los Angeles, California, USA
2011 Wrestling with my Father, Deluge, Victoria, CAN
         Tender Muscles: five films by Charles Fairbanks Anthology Film Archives, New York, USA
         Luchando sobre los roles de género, SOMA, Mexico City, MEX
2010 Flexing Muscles, 2739 Edwin, Detroit, Michigan, USA

  

charlesfairbanks.info

 

Charles Fairbanks [Videonale.14] x

Flexing Muscles, 2012, 21 min., Ton, Farbe [Videonale.14]

Der Ursprung von „Flexing Muscles“ liegt in den Beobachtungen der Lucha Libre, einer professionellen, mexikanischen Wrestlingform der 30er Jahre, die Charles Fairbanks während seiner Zeit als Fotograf in Mexiko machte. Dass hinter Lucha Libre weit mehr als eine gewöhnliche Wrestling-Show steckt, wird in der Darstellung dieser Sportart als Massenphänomen deutlich, deren Ausübung tief in der mexikanischen Gesellschaft verwurzelt ist. Der im Dokumentarstil gehaltene Kurzfilm stellt die Popularität dieser Kämpfer heraus, welche, ungeachtet ihrer Verehrung in den eigenen Gemeinden, immer noch einem täglichen Beruf nachgehen müssen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Diese beiden gegensätzlichen Welten von Show-Kampf und Existenzbewältigung finden ihre Gemeinsamkeit in der körperlichen Arbeit wieder. Nacheinander werden diese beiden Lebensbereiche vom Künstler vorgestellt und die Kämpfer in ihrem realen Umfeld, als tägliche Arbeiter, sowie in ihren Fantasie-Rollen als Maskierte gezeigt. In der letzten Sequenz gewinnt auch der Zuschauer eine völlig neue Sichtweise auf das kämpferische Geschehen, da der Künstler selbst darin agiert. Den Einsatz von Kameraeinstellungen aus der Maske Fairbanks’ heraus, ermöglicht eine Perspektive, welche die Realität ungeschönt und hautnah miterleben lässt. Mittels des finalen Point-of-View-Shots wird dem Betrachter gestattet, durch die Augen der Kunstfigur El Gato Tuerto zu blicken, die der Künstler explizit für seinen Film schuf.

Miriam Cockx

Charles Fairbanks