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Stephanie N'Duhirahe [Videonale.11]

*1984, lebt in Genf SUI
Studium an der Ecole de cirque de Québec CAN und an der Ecole Supérieure des Beaux-arts de Genève SUI

 

Ausstellungen [Auswahl]:

 

2011 Festival les Horslits, Vevey SUI
         Festival tobepresent, Showroom Arnhem NED

2010 Festival Far°, Nyon, SUI
         Exhibition «odradekaeaf», Australian Experimental Art Foundation, Adelaide AUS

2009 Festival FLUX-S, Eindhoven NED
         CASZ urban screen, Amsterdam NED

         Exhibition ”Present Tense”, CAAM, Las Palmas, Gran Canaria ESP

2008 Exhibition, ”Düsseldorf/ Riga”, Düsseldorf GER, Riga LAT

2007 Exhibition, «Terra infirma», Pratt Manhattan Gallery, New York USA 

 

Stephanie N'Duhirahe [Videonale.11] x

Sans Titre, 2006, 8:18 min, Ton, Farbe [Videonale.11]

Über den grauen Betonboden einer weitläufigen Halle sind die verschiedensten Gegenstände des alltäglichen Gebrauchs verteilt: ein Musikplayer etwa, eine Teekanne oder Gewürze, ein Fernglas, Teller und Tassen, ein Faxgerät, dazwischen diverse Küchengeräte wie Mixer oder Toaster, eine Toilettenbürste und dergleichen mehr. In ihrer Videoperformance Sans Titre balanciert Stéphanie N'Duhirahe barfuß über diesen halsbrecherischen Parcours, ohne dabei je den Boden zu berühren. Es ist ein fragiler Tanz auf den Objekten des Alltags, den die Künstlerin hier für die Kamera inszeniert. Der Hallenboden wird mithin zu einem symbolischen Abgrund, an dessen Rande die Performerin sich ständig bewegt und abzustürzen droht. Bei den Gegenständen findet sie für jeweils kurze Augenblicke Inseln des Halts. Die Kamera folgt ihr dabei von Station zu Station und zeigt zunächst in Naheinstellungen nur die Füße der Künstlerin, um sich im Verlauf der Performance immer weiter von ihr zu entfernen, bis sie schließlich mit ihrem ganzen Körper im Bild erscheint und ihre Instabilität vollkommen zur Schau gestellt wird. In ihrer Arbeit Sans Titre zeigt Stéphanie N'Duhirahe das Leben als Drahtseilakt auf dem steinigenFeld der Erde, über welches wir Menschen nur unsicheren Fußes wandern. Der artistische Akt versinnbildlicht gleichsam die Fragilität der Existenz auf Erden. 

Tina Rehn

Stephanie N'Duhirahe