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Jos Diegel [Videonale.15]

* 1982 in Offenbach GER
Studium an der Hochschule für Gestaltung Offenbach, GER

  

Ausstellungen [Auswahl]:

 

2014 Transform NY, The Lodge Gallery, New York, USA
         Paraflows Intimacy, Künstlerhaus, Vienna, AUT
         Beim letzten mal war das so, dass ihm das zu kritisch und zu wenig abstrakt war!,
         Galerie Greulich, Frankfurt/Main, GER
2013 Let´s talk about money, honey, Theater Gessnerallee, Zurich, SUI
         Return, Kunstraum Pro Arte, Hallein, AUT
         Arse Elektronika, Noise Bridge Hackerspace, San Francisco, USA
2012 Neue Welten, Kunsthallen Offenbach, Offenbach, GER
         Mousonturm – Lüftenfestival, Jahrhunderthalle, Frankfurt, GER plan B – sprechen über,
         Galerie 5020, Salzburg, AUT fuck fuck fuck, Cabaret Voltaire, Zurich, SUI

 

www.josdiegel.de

 

Jos Diegel [Videonale.15] x

Dauernd musst Du etwas machen was keinen Anfang und kein Ende hat, 2014, 18:56 min., Ton, Farbe [Videonale.15]

»A reprendre depuis le début. Il faut être absolument moderne.« (Von Beginn an zu wiederholen. Es gilt absolut modern zu sein.) Ein Geflecht aus tiefsinnigen Sätzen: Wie eine »Flut überflutet« es dich und du versuchst zu verstehen und zu folgen. Doch bei näherem Hinhören verlieren die Worte ihren Sinn. Zusammenhänge scheinen kurz zu existieren und sofort wieder zu zerbrechen. Ziemlich treffend kommentieren die beiden Protagonistinnen immer wieder ihren Dialog und ihr Schaffen. Sie reden über: »ziemlich unwichtiges Zeug« und stellen fest: »Hier redet man nicht miteinander sondern nacheinander.« Ein Haus in Sauerlach, in Bayern: Zwei Schauspielerinnen stehen im Regen, geschützt von Schirmen. Ein durchgehender Dialog zwischen den beiden Frauen führt durch verschiedene Szenarien und Orte: Der im Regen gesprochene Satz wird im Inneren des Hauses beendet oder in einem Kleinwagen wiederholt; so werden die Schnitte im Bild von einer durchgehenden Tonspur verbunden. Auch die Protagonistinnen verändern sich optisch, befinden sich im Haus, sind kostümiert, und es wirkt wie eine Theaterprobe. Sie stehen im Regen, tragen Alltagskleidung. Es geschieht ein Wechselspiel aus Reden und Handeln, wir erleben einen künstlerischen Produktionsprozess für einen Film, der nicht gedreht wird.

Juliane Guder

Jos Diegel