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Johanna Domke [Videonale.10]

* 1978 in Kiel GER, lebt in Berlin GER
Studium an der Königlich Dänischen Kunstakademie, Kopenhagen DEN
, an der Kunsthochschule in Malmö SWE
, an der Königlich Dänischen Kunstakademie, Kopenhagen DEN und an der Muthesius Kunsthochschule, Kiel GER

 

Ausstellungen [Auswahl]:

 

2010 Screenspirits, Städtische Galerie Bremen GER 
[S]
         Kurye , Istanbul Modern Museum, Istanbul TUR

         Off Dak´art / Dakar Biennial, Sicap Mermoz, Dakar SEN

2009 Yellow Smile, NLH Space, Kopenhagen DEN 

[S]

         A Body is presented to me and you, Souterrain Amsterdam NED

         Rencontres Internationales, National Museum Reina Sofia, Madrid ESP

2008 Marginal Moments, Art Agents Gallery, Hamburg GER [S]
         AudioVideo, Gimsinghovedet, Struer DEN


2007 Sequent silence, Olivier Houg, Bureau pour l’art contemporain, Lyon FRA [S]
         Subtle whispering, Total Museum of Contemporary Art, Seoul KOR

         I Need No Map, Anna Akhmatova Museum, St. Petersburg RUS

 

www.johannadomke.net

 

Johanna Domke [Videonale.10] x

You'll miss what's gonna stay, 2004, 7:15 min, Ton, Farbe, [Videonale.10]

In ihren Videoarbeiten untersucht Johanna Domke das Phänomen der Zeitwahrnehmung im bewegten Bild und beschreibt die Diskrepanz zwischen echter und erlebter Zeit, die in einem unauflösbaren Widerspruch zueinander stehen. You'll miss what's gonna stay zeigt eine triviale Szene, in der sich junge Leute lachend und scherzend die Zeit vertreiben. Sie scheinen sich gerade erst versammelt zu haben; das eigentliche Ereignis und der Grund ihres Treffens bleibt indes unklar. Dem Betrachter wird von Anfang an eine linear verlaufende Narration suggeriert, die ihn in eine Erwartungshaltung versetzt. Nach kurzer Zeit wird jedoch klar, dass es sich um eine Situation handelt, die keine grundlegenden Veränderungen zulässt. Die porträtierten Menschen bewegen sich in individuell gesteckten Zeitrahmen, die sich asynchron zueinander verhalten. Ihre Handlungen reproduzieren sich in gegeneinander verschobenen Endlosschleifen fort, so dass sich für den Betrachter immer neue Bildfolgen und Zusammenhänge ergeben. So wird einerseits ein linearer Zeitablauf deutlich, doch andererseits stagniert das stetig sich wandelnde Bild, indem es in einer unaufhörlichen Bewegung verharrt. Während die Echtzeit kontinuierlich fortschreitet, tickt die individuell erlebte Zeit in einem anderen Rhythmus und mit wechselnder Frequenz.

Daniel Stursberg

Johanna Domke