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Monica Cook [Videonale 14]

* 1974 in Dalton, USA, lebt und arbeitet in New York, USA
Studium am Savannah College of Art and Design, USA, School of Visual Arts Residency, New York, USA und an der Skowhegan School of Painting and Sculpture, New York USA

 

Ausstellungen [Auswahl]:

 

2012 Volley, Postmasters Gallery, New York, USA
        NothingSomething, New York, USA
2011 ACP Annual Public Art Commission, Atlanta, USA
        COLORIFIC, We Make an Art Rainbow, Postmasters Gallery, New York, USA
        FLUX Public Art Projects 2011, Atlanta, USA
        KROK Animated Film Festival, Traveled throughout the Ukraine, UKR
        Hans Alf Gallery, Copenhagen, DEN
2010 Eat Me!, Postmasters Gallery, New York, USA
        YouTube Play Biennial, Guggenheim Museum, New York, Bilbao, Venice, Berlin
2009 Seeded and Soiled, Marcia Wood Gallery, Atlanta, USA

 

www.monicacookart.com

 

Monica Cook [Videonale.14] x

Volley, 2011, 6:06 min., Ton, Farbe [Videonale.14]

Ein auf den ersten Blick abstoßendes Szenario präsentiert Monica Cook in der Slow Motion Animation „Volley“. Die grotesk anmutende Geschichte, deren Protagonisten zwei affenähnliche Kreaturen verkörpern, erzählt den Zyklus von Leben, Liebe und Tod nach. In eine in Neonfarben gehaltene, höhlenähnliche Landschaft tritt eine Kreatur, die durch Körper und Behaarung an einen männlichen Affen erinnert. Die sich anschließenden Verführung zwischen diesem und einem weiblichen Wesen provozieren sexuelle Handlungen, die schließlich zur Schwangerschaft der Partnerin führen. Dieser harmonisch anmutenden Szene werden Bilder einer wolfsähnlichen Kreatur in einer grausamen Traumwelt gegenübergestellt. Der Bauch der trächtigen Kreatur, die allein in der Höhle ausharrt, schwillt an, bis sie schließlich gebärt. Geigenmusik suggeriert dem Betrachter Intimität und Freude und involviert ihn emotional in die Szene. In dem Moment, in dem die männliche Kreatur sich ihrer bedrohlichen Phantasien erwehren kann, scheint das Glück perfekt und das traditionelle Familienbild erfüllt. Bevor die Aufnahme endet, konzentriert sich die Kamera auf ihn und sein schlagendes Herz. Das Ungleichgewicht zwischen Schönheit und Verfall, Liebe und Abstoßung bewirkt im Betrachter einen verstörenden Konflikt der Emotionen.

Sarah Voss

Monica Cook