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Klaus vom Bruch [Videonale.10]

*1952, lebt in München
Studium am California Institute of the Arts in Valencia ESP bei John Baldessari und an der Universität Köln GER  

Zusammen mit Ulrike Rosenbach und Marcel Odenbach bildete er in den 1970er Jahren die Produzentengruppe ATV / Foundation.

 

Ausstellungen [Auswahl]:

 

2012 Bilder gegen die Dunkelheit, KIT Kunst im Tunnel, Düsseldorf GER
2011 Too Much, Salon Schmitz Köln GER

2010 FUSO 2010 Museu Berardo, Lissabon POR

         Das im Entschwinden Erfasste. Videokunst im Museum Folkwang Museum Folkwang, Essen GER
         Bilder in Bewegung: Künstler & Video / Film Museum Ludwig Köln GER
         Changing Channels MUMOK Wien

2009 RECORD > AGAIN! - 40jahrevideokunst.de - Teil 2 ZKM, Karlsruhe; Ludwig Forum, Aachen;
         Kunsthaus Dresden; Edith-Ruß-Haus für Medienkunst, Oldenburg GER

2008 Galerie Françoise Heitsch, München GER [S]

2007 True Romance, Kunsthalle Wien, Wien AUT

 

http://www.kvb.com/

 

Klaus vom Bruch [Videonale.10] x

Ulrike. Das Projekt, 2003, 12:00 min, Farbe, Ton [Videonale.10]

Ulrike. Das Projekt setzt vom Bruchs Beschäftigung mit den Leitfiguren der RAF fort. Die Arbeit ist ein verschlüsseltes Nachdenken über das Verhältnis zwischen künstlerischer und revolutionärer Tätigkeit und stellt die Frage nach der Transformation terroristischen Potenzials in künstlerischen Ausdruck. "Kann der Künstler sich vor einer Rolle als aktiver Teilnehmer revolutionärer Aktionen durch seine Kunst schätzen?" fragen Oskoui und vom Bruch und stellen damit implizit die Umkehrfrage nach dem subversiven Potenzial künstlerischen Schaffens. Auf der dreigeteilten Projektionsfläche verbinden sich gefilmte Performances des Künstlerduos mit Auszügen populärer Filme und Filmgenres: Eine rituell wirkende Fußwaschung, das Zerteilen dreier Äpfel mit bloßer Hand, die immergleichen Tanzschritte Fred Astaires, ein Revolver nebst Konstruktionszeichnung und schließlich die ein Muster des Chartres-Labyrinths abschreitenden Künstler eröffnen ein komplexes und uneindeutiges Spiel von Bezügen. Die deutlichste Botschaft gibt uns Melina Mercouri, die in Gestalt der Prostituierten Ilya aus dem Film "Sonntags nie!" Untugend mit Prinzipien-treue verbindet. Die spätere griechische Kultusministerin hat in ihrer eigenen Biografie Künstlerdasein, revolutionären Widerstand und politisches Engagement vereint.

Dorothée Brill

Klaus vom Bruch