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Jenny Brady [Videonale.15]

* 1983 in IRLAND

 

Ausstellungen [Auswahl]:

 

2015 Primal Architecture, Irish Museum of Modern Art, Dublin, IRL Centre Culturel Irlandais, Paris, FRA
2014 Transport and Terminals, FACT Liverpool, GBR
         Claremorris Open Exhibition 2014, IRL
         EVA International Ireland’s Biennial, IRL
         Agitationism, Limerick, IRL Speaking Together, Images Festival, Toronto, CAN
2013 RHA Futures 2013, Royal Hibernian Academy, Dublin, IRL
         TULCA Festival of Visual Arts 2013, Golden Mountain, Galway, IRL
         Make Shift, Talbot Rice Gallery, Edinburgh, GBR

 

jennifer-brady.com/info/

 

Jenny Brady [Videonale.15] x

Wow and Flutter, 2013, 13:03 min., Ton, Farbe [Videonale.15]

»I have acquired English.« Der weiße Kakadu setzt sich optisch vom schwarzen Hintergrund ab. »You might think what use are words to a bird?« »I’m lost.« Zu keiner Zeit artikuliert der Vogel diese Wörter selbst. Sätze werden ihm durch Untertitel in den Mund gelegt. Will er nicht sprechen oder kann er es nicht? Wer ist der Urheber dieser Laute, dieser Sprache? Ist der Kakadu ›lost‹ oder sind wir es? Inwieweit funktioniert sprachliche Kommunikation zwischen Mensch und Tier? Eine Szenerie, geschaffen von Menschen. Das Tier in Konfrontation mit konstruierten Klängen. Komponierte Sounds in ihrer Abspielgeschwindigkeit schwankend. Es werden viele Fragen aufgeworfen. Was ist Kommunikation? Kann sie überhaupt gelingen? Klare Antworten werden nicht gegeben, jedoch mag man diese auch nicht erwarten. Vielleicht kann angenommen werden, der Kakadu lerne durch Imitation nur scheinbar einen Teil unserer Sprache. Ist er in der Lage, Sinnzusammenhänge zu erstellen? Erlernen wir unsere Sprache nicht auch vordergründig durch endloses Repetieren? Bedeutungszuschreibungen haben wohl weniger mit Logik als mit Erlernen zu tun. Sind wir denn dazu fähig, jedweden Zusammenhang sprachlich differenziert darzustellen – oder stützen wir uns nicht auch auf eingeübte und feststehende Denkmuster?

Marcel Schleyer

Jenny Brady