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Janet Biggs [Videonale.13]

*1959, lebt und arbeitet in New York USA
Studium an der Rhode Island School of Design, Providenc,e USA und am Moore College of Art, Philadelphia, USA

 

Ausstellungen [Auswahl]:

 

2012 Kawah Ijen, Conner Contemporary Art, Washington USA [S]

2011 No Limits: The Video Work of Janet Biggs, Tampa Museum of Art, Tampa USA [S]

         The Arctic Trilogy, Winkleman Gallery, New York USA [S]

2010 VantagePoint IX: Janet Biggs, The Mint Museum of Art, Charlotte USA [S] 

2009 Vanishing Point, Claire Oliver Gallery, New York USA [S]

         Miami International Film Festival, Miami USA

2008 Tracking Up, Solomon Projects, Atlanta USA [S]

         Oslo Screen Festival, Oslo NOR

2007 Infinitu et Contini: Repeated Histories, Reinvented Resistances, Smack Mellon, New York USA

         Loop Video Art Fair, Barcelona ESP

 

www.jbiggs.com

 

Janet Biggs [Videonale.13] x

Vanishing Point, 2009, 10:32 min., Ton, Farbe [Videonale.13]

Janet Biggs’ Video Vanishing Point, das den gleichnamigen Titel von Richard Sarafins Road Movie aus dem Jahr 1971 trägt, verwebt zwei in ihrer Bildsprache sehr unterschiedliche Szenen miteinander: Leslie Porterfield, die 2007 bei einem Motorradunfall in der US-amerikanischen Bonneville-Salzwüste schwer verunglückte, kehrte ein Jahr später zum Rennsport zurück und brach daraufhin drei Weltrekorde, einen davon mit der Höchstgeschwindigkeit von 376 Kilometern pro Stunde. Janet Biggs filmte die Rennfahrerin dabei und begleitete gleichzeitig das Sportevent. Die Profilaufnahmen von Porterfield und ihres Motorrads verwandeln die extrem rasante, lebensgefährliche Fahrt in einen scheinbar statischen Moment, denn dem Auge fehlen vor dem schneeweißen, glatten Wüstengrund und dem klarblauen Horizont der Salzwüste jegliche Fixationspunkte. Die andere Szene zeigt die Aufführung eines Liedes, das Biggs eigens verfasst hat, vorgetragen vom ARC Gospel Chor, einer Initiative des Harlem's Addicts Rehabilitation Center. Biggs behandelt im Text Fragen zur Identität und möchte wissen: „Wann sind wir nicht mehr wir selbst?“. Isolation und Selbstverlust, vergegenwärtigt durch schwere Einschnitte im Leben, stellen eine Folie dar, die Biggs zum Anlass nimmt, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, wie die Grenzen unserer Identität gesetzt werden und wann das, was uns zu dem macht, was wir sind, möglicherweise verschwindet (engl. vanish).

Maria Wildeis

Janet Biggs