Der Aufbau des Videoarchivs wurde unterstützt vom

Kontakt

Videonale e.V. Tel. +49 (0)228 77 62 21
im Kunstmuseum Bonn Tel. +49 (0)228 69 28 18
Friedrich-Ebert-Allee 2 Fax +49 (0)228 90 85 817
53113 Bonn  

Christoph Brech [Videonale.11]

* 1964 in Schweinfurt GER, lebt in München GER
Studium an der Akademie der Bildenden Künste München GER
2009 Franz Ludwig Catel Prize, Rom ITA
2006 Will-Grohmann-Preis der Akademie der Künste Berlin GER
Rom-Preis der Deutschen Akademie Rom ITA, Villa Massimo

 

Ausstellungen [Auswahl]:



2012 Im Netzwerk der Moderne, Kunsthalle im Lipsiusbau, Dresden GER

         International Festival of Films on Art, Montréal CAN

2011 20 Jahre Gegenwart, Museum für Moderne Kunst, Frankfurt am Main GER

         Christoph Brech, Il Ponte, Videospace Kunstagenten, Berlin GER [S]

2010 Fast Forward 2, The Power of Motion, ZKM - Museum für Neue Kunst, Karlsruhe GER

2009 Seeing Songs, Museum of Fine Art, Boston USA

         Christoph Brech - Passagen, Sinclair Haus, Bad Homburg GER [S]

2008 Loop, Video-Art-Fair 08, Barcelona ESP

         The Morning After, Sammlung Goetz, Weserburg, Museum für Moderne Kunst, Bremen GER

 

www.christophbrech.com

 

Christoph Brech [Videonale.11] x

Break, 2004, 8:12 (1:30) min., Ton, Farbe [Videonale.11]


Aus einer unbestimmten Landschaft steigen lautlos Nebelschwaden empor. Keine Bewegung, kein Geräusch und auch kein Gegenstand lassen den Ort, die Entfernung oder die Tageszeit erkennen. Erst nach minutenlanger Stille setzt mit einem Mal der Ton ein: Ein langsam anschwellendes Dröhnen begleitet einen immer größer werdenden Schatten. Dieser eilt einem kanadischen Eisbrecher voraus, der schließlich die Materialität der Fläche offenbart. Das natürliche Schauspiel wird dabei von künstlich erzeugten Tönen untermalt, denn bei den vermeintlichen Schiffsgeräuschen handelt es sich um einen Ausschnitt aus Richard Wagners Musik zu Das Rheingold, auf sieben Prozent ihres originalen Tempos reduziert. Der Weg auf dem St. Lawrence River in Quebec wird nun frei für ein Containerschiff, das ruhig in einer horizontalen Linie den Bildausschnitt passiert. Der Rauch des Frachters mischt sich mit den Nebelschwaden auf dem gefrorenen Wasser. Sein kurzes Erscheinen hinterlässt keine Spuren in dem unter der Sonne verdampfenden Eis, welches nun auch deutlich als solches zu erkennen ist. Mit dem Verschwinden der Schiffe kehrt wieder Stille in die Szenerie ein. In der Endlosigkeit der Zeit scheint alles vergänglich und jede Spur verwischt, so als wäre nie etwas geschehen.

Chantal Blatzheim

Christoph Brech